Medienberichterstattung FC St. Pauli und Rote Flora

Lieber Erdball,

die Diskussionen um und die Instrumentalisierung der Roten Flora, der Leute, die diese seit Jahren ausmachen und der Versuch das Viertel und seine Menschen zu spalten, machen uns wütend. Wie anmaßend, dass Medien sogar den Versuch machen, unseren Verein, unsere heterogene Fanlandschaft und unser aller Ehrenamt in Sport, Kunst und Miteinander zu torpedieren.

Wir meinen, es reicht!

Nehmt eure populistischen Finger aus unseren Wunden, die wir selber bestens heilen. Unsere Kraft reicht seit Jahren für kontroverses Gemeinsam. Die Flora ist mehr als ein Symbol, das einige scheinbar als Skalp vor der Bundestagswahl in den Himmel gereckt sehen wollen.

Die Rote Flora ist Teil eines funktionierenden Stadtteils, der genauso gut und schlecht funktioniert, wie die Menschen, die ihn ausmachen. Der genauso eine bunte Mischung zwischen Melancholie und Fröhlichkeit eint. Der genau so Inspiration für Apotheker bis Zimmerer ist. Der genauso Musiker und Produzent zusammen bringt. Der genauso Hipster, Werber und Antikapitalisten durch ihre Liebe zu unserem Verein und Stadtteil eint. Ihr wollt es verstehen? Das könnt ihr nicht, denn ihr fühlt es nicht!

Vielleicht aber so: Nehmt dieser Marke Hamburg den Geist von Sankt Pauli und ihr schwächt den Markenwert dieser Stadt. Was für eine ekelige Tatsache für eure Welt der Ersetzbarkeit und Kurzlebigkeit. Nicht wahr?  Wir als Vertreter der offiziellen Fanclubs des FC Sankt Pauli beziehen hier unmissverständlich Position, dass Räumungsgedanken über die Flora und damit Zerstörung und Spaltung des Stadtteils nicht hinnehmbar sind. Wir sind auch Hamburg!

PS. Flora bleibt!

 

Fanclubsprecherrat der offiziellen Fanclubs des FC St. Pauli und Fanladen St. Pauli im Juli 2017
und diese weiteren Unterzeichner:
    

Abteilung Fördernde Mitglieder (AFM)
admit-nothing.de – Sankt Pauli Blog
Aeternum Sankt Pauli
Aktionsbündnis gegen Homophobie und Sexismus
Alte Schule Sankt Pauli
AMK Sankt Pauli
Arschrockjugend St. Pauli
Artivisti St. Pauli
Astra Bagaluten
Astrakörper
Attiilas Erben
Autohof St. Pauli
Bagaluten 1910 Anglia
Bagdad Calling
Ballkult e.V.
Basis St. Pauli
Berliner Reisejunkies
BKSP
Blaubären Bonn
Blocknachbarn St Pauli
Blockrebellen
Blutgrätsche Quedlinburg
Bolzinferno Sankt Pauli
Born to suffer
Braun Weiss Bamberg
Braun-Weisse-Sippe
Braun-weiße Göttinger
Braun-Weiße Parallelgesellschaft
Breite Masse
Breitseite St. Pauli (BSSP)
Bremsbier Barmstedt
Brigade Zero
Brightside St. Pauli
Brown Panthers St. Pauli
C-Block Bagaluten
Carpe Diem
Cephalopoden
Chaos Crew St Pauli
Chaotiker
Conexion St. Pauli
Confetti-Chaos-Crew St. Pauli
Cosa Nostra Sankt Pauli
Cowabunga St. Pauli
Crazy Pauli Supporters
Daeng Daeng
De Schietbüddels
Der Schatten fällt nach hinten
Der Übersteiger
Dianas Darlings
Die Desorganisierten St. Pauli (DSP)
Die kleinen Mexikaner
Die Spinner
Die Sprottentalpiraten
Die Staniisten
Die Verwirrten
Die Vogelfreibeuter
Die Zauntitanen
Die üblichen Verdächtigen
Diekpedder
Drecknecks Hamburg BC
Drehmoment FCSP
East River Pirates New York City
EM:SP
Emscher Crew St. Pauli
Entfants Terribles
Ey, die Hunde
F.F.A. St. Pauli-Husum
Fanclub 100 Zechen
Fanclub Antifascio, Liberta St.Pauli
Fanclub Blödes Volk
Fanclub Chiemsee Bierratten
Fanclub FC42
Fanclub Forza Sankt Pauli
Fanclub Hirn und Anker
Fanclub HoPiHaLiDos
Fanclub Jauchekrebse
Fanclub Keine Ahnung
Fanclub Kumba Yo
Fanclub Paradoxe Aktion
Fanclub Skarrastka
Fanclub We’re coming back
Fanclub Welcome to hell
Fanclub Wi köönt ok anners
Fanclub You can get it if you really want
Fancub Hafenklang
Fanräume e.V.
Farmsener Freibeuter
FC St. Pauli Brazil
FC St. Pauli Roller Derby
FC Tortuga
FCSP Athens South End Scum
FCSP Nerds
Feuchte Biber
Filstal-Piraten
Forza 27 Diaspora
Frau Dörte Becker
Freibeuter Oberberg
Freibeuter1910 DD-Neustadt
Freundeskreis 1910
G.A.S.
G.C.S.P.
Gebirgsmarine Hermsdorf
Gleiche Höhe 08
Gorilliaz Sankt Pauli
Grenzenlos Sankt Pauli
halb links gegen gerade
Hamburg trinkt braunweiss e. V.
Hangover Deluxe
Heiis&Cool St. Paul
Hinchas
Hinterm Aldi
Hömma Sankt Pauli-Ruhrpottcrew
If the Kids are united
Internetfanclub The Netpirates
Jolly Grover
Juventus Senile San Paolo
Kampftrinker Neu Wulmstorf
Kanalratten Rendsburg
Kaputten Köpfe Sankt Pauli
Knappomat Affglitsch
Kollektiv 20359
Kranken Franken
Kru Bitterlich
Last Minute St. Pauli
Likedeeler St. Pauli
Linke Gerade Sankt Pauli
Linke Spur St Pauli
Lion Crew FCSP
Low-Society St. Pauli
Mach die Glocken an
Magische 3für5
Magische Fanclub
Mein Viddel, meine Loide, mein Verein
Millerntor Brigade
Millerntoristen
Mofas End since 0815
Mosquitos Sankt Pauli
Muckefuck St. Pauli
Natural Born Quiddjes
Nice Guys Sankt Pauli
Nikotiner Mönche
No-Tengo-Idea
Nordlichter St. Pauli
Oikaryoten
Old Dubliner
OSCP
otzen*otzen
Panik Salut
Pappboys St.Pauli
Pendler Lüneburg
Pilsette1910
Piratenbrigade1910 Berlin
Pommes braun-weiss
Ponyclub 2. Damen
Province Fanatics
Pröppers Vendetta
Punkrock Sankt Pauli
R.A.S.T.-St.Pauli
Raiders
Rakete Lumbargo
Ramba Zamba
Ramtamtam Sankt Pauli
Redaktionskollektiv magischerfc.de
RGT Reisegruppe Trümmer
Rhein-Neckar-Zeck*innen
Rhoihessenfront
Roter Stern St Pauli
Ruhrpottpiratten
S.C.U.M. United
Samba St. Pauli
Sankt Pauli Bajaasch
Sankt Pauli Exil Supporters Stuttgart
Sankt Pauli Holland
Sankt Pauli Twenty One
Scheissegal St. Pauli
Schnarchnasen Süd
September Brigade
Siegfried & Oi
Skinheads St. Pauli
Slaski Fanclub St Pauli
St Caraideans
St Pauli Supporters Senftenberg
St Pauli Unicorns
St. Depri – Wir sind immer für uns da e. V.
St. Pauli Astranauten
St. Pauli Syndikat
St. Pauliatrie Oldenburg
Straight Edge St Pauli
Strobo Braun-Weiss
Subbuteo St. Pauli
Szenario Kaos
Südzecken Sankt Pauli
The hell of FC St. Pauli – kiezkicker.de
Tiki-Taka St. Pauli
TJ Graceland
Treppenzecken St. Pauli
Turbo St. Pauli
Underdogz St. Pauli
Vestpiraten
Veteranen
Viva con Aqua
Viva con Astra
Viva el Mestizaje
Voll St. Pauli
Wir seh’n uns drinnen
WKA Trullerbü
Wolpertinger Sankt Pauli
Wortkarg seit 1910
Zappzarapp FCSP
Zeckenkombinat Braun-Weiss
Zeckensalon
Zielgruppe

* Der Text wurde zur besseren Lesbarkeit nicht korrekt gegendert. Das tut uns Leid.

Fotoaktion gegen Sexismus

Moin liebe St. Paulianer*innen,

es ist ein beliebiger Spieltag bei uns im Millerntor:

„HAST DU DEINE TAGE ODER WAS?!“
„SEI DOCH KEIN MÄDCHEN!“
„HEY MAUSI!“
„BEI DEINEM PINKEN BEUTEL DARFST DU DICH AUCH NICHT WUNDERN…“

„Sowas gibt es bei unserem Verein nicht!“, „Wir sind korrekt und tolerant.“ – Leider sind diese Äußerungen auch in unserem Stadion aufzufinden. Aus diesem Grund möchten wir ein Zeichen gegen Sexismus setzen.

Dazu brauch wir DICH als Model! – Am 27. Mai beim Sommerfest/Fanclubturnier wird es eine Fotoecke in der Gegengeraden geben, wo du dich von professionellen Fotograf*innen ablichten lassen kannst. Aber nicht einfach so, sondern mit einem Statement oder einem Spruch, der dir zu Sexismus einfällt. Dein Porträt wird dann in der kommenden Saison in einer Ausstellung in der Gegengeraden gezeigt, die mit einer Spieltagsaktion gegen Sexismus vom Aktionsbündnis verknüpft wird. Du bekommst dein Bild natürlich auch für dich selbst.

Also: Überlege dir einen Spruch und schaue am 27. Mai bei der Turnierleitung vorbei. Oder noch viel besser: Melde dich vorab per Mail unter mail@paupideern.de und melde dich mit einer Uhrzeit an, damit wir besser planen können. Du erfährst dann jeweils wo die Fotoaktion stattfindet. Sie läuft von 11 bis 16 Uhr.

Setze ein Zeichen gegen Sexismus! Wir sehen uns!

Euer Aktionsbündnis
gegen Sexismus und Homophobie St. Pauli

Spendet für die verletzten St.Pauli Fans

Auch wir schließen uns dem Fanladen an und möchten nochmal auf die Möglichkeit zur Spende aufmerksam machen. Im Fanladen steht eine Spendendose bereit oder überweist das Geld. Die Daten findet ihr unten. Raus die Taler!

In der Nacht von Freitag auf Samstag ist es im Anschluss an unser Auswärtsspiel in Aue zu einem gewalttätigen Überfall durch HSV – Fans auf  St. Pauli Fans gekommen, den wir auf das Allerschärfste verurteilen.

Die Freunde aus unterschiedlichen Fanclubs des FC St. Pauli wurden bei Ankunft in Hamburg mit ihrem gemieteten 9er in einem Parkhaus unvermittelt angegriffen und dabei teilweise schwer verletzt. Dieser Angriff hätte offensichtlich jeden St. Pauli Fan treffen können.

Bei dem Angriff von ca. 25 HSV – Fans wurde den Betroffenen gezielt gegen die Köpfe und Rücken getreten und auch nicht von ihnen abgelassen als sie schon am Boden lagen. Dazu bewaffneten sich die Angreifer ebenso mit Steinen, um auch den 9er zu zerstören und aus diesem persönliche Dinge zu entwenden. Die „Durchführung“ des Angriffs und die erheblichen Verletzungen der Betroffenen zeigen einen Gewaltexzess, der durch nichts zu rechtfertigen ist.

Wir wünschen den Betroffenen und insbesondere der schwer verletzten Frau schnelle und gute Besserung.

Fanladen St. Pauli

April 2017

________________
Ab sofort kann im Fanladen für die Betroffenen des Überfalls gespendet werden. Damit unterstützt ihr medizinische Folgekosten, die Ersetzung persönlicher Gegenstände und eine mögliche Rechtsberatung. Vielen Dank!

Bankverbindung:
Kontoinh.: JUSP Fanladen St. Pauli
IBAN: DE37200505501045210935
Swift: HASPDEHHXXX

Betreff: Soli Aue

Stellungnahme des FCSR zu den Geschehnissen rund um das Rostockspiel

Liebe Fanclubs,
wir mussten und wollten – anders als die einschlägigen Boulevardmedien – die Geschehnisse rund um das Rostock-Spiel am Sonntag – zuerst halbwegs ordnen, bevor wir uns dazu äußern!
Wir freuen uns zum einen, dass sich wirklich viele Fans unseres Vereins an den Protesten beteiligt haben. Über 1.500 Fans haben sich friedlich auf dem Südkurvenplatz gesammelt – im Stadion haben viele weitere Fans durch Transparente den Protest mitgetragen.
Wir sind immer noch der Meinung, dass Protest gegen die willkürliche Aussperrung von Fußballfans richtig und wichtig ist. Wir alle wollen Gästefans am Millerntor und auch wir alle wollen unserem magischen FC zu Auswärtsspielen begleiten.
Was wir nicht akzeptieren können und auch scharf verurteilen, sind die gesuchten Konfrontationen zwischen Fans und der Polizei in unmittelbarer Umgebung unserer Faninstitutionen und Kneipen sowie der Angriff auf die Kneipe des anderen Hamburger Vereins. Darunter leiden im Nachhinein sehr viel mehr Fans als nur diejenigen, die es zu verantworten haben.
An diesen Ausschreitungen waren nach unseren Beobachtungen auch uns unbekannte Gesichter beteiligt. Dass diese Leute sich nicht überlegen, welche Konsequenzen ihr Handeln für unsere Fanszene hat, können wir nur bedauern. Von St. Pauli-Fans, die sich an so etwas beteiligt haben sollten, erwarten wir dieses Nachdenken über Sinn und Unsinn sowie Konsequenzen aber immer und überall. Ihr tragt eine Verantwortung. Ihr seid nicht allein! Begreift es!
Das Jolly Roger und der Fanladen sind keine Ausgangspunkte und Rückzugsräume für Rechtsverstöße! Wir lassen nicht zu, dass die Arbeit des Fanprojekts, eine von Fans getragenen Kneipe sowie unbeteiligte Personen durch derartiges Verhalten gefährdet werden!
Und beim Thema Gefährdung angelangt, müssen wir der Hamburger Polizei mitteilen, dass wir über ihr Auftreten rund um das Jolly Roger entsetzt sind und sie nochmals auffordern, den Begriff \“Verhältnismäßigkeit\“ wieder in ihre polizeiliche Taktik aufzunehmen.
Wir als FCSR möchten mit allen Faninstitutionen in einen Dialog einsteigen, wie wir den Geschehnissen vom Sonntag Rechnung tragen können und welche Möglichkeiten uns für die Zukunft bleiben.
Gleichwohl ist uns auch klar, dass das kein spezifisches Problem unseres Vereins ist, sondern vielmehr die logische Folge einer Sicherheitsspirale, die so massiv immer weiter gedreht wird, dass diese Geschehnisse sich geradezu ereignen mussten. Umso deutlicher wird, dass es nun die Aufgabe aller Kräfte unsere Fanszene ist, die Geschehnisse aufzuarbeiten und wirksame Strategien zu entwickeln, Fußballspiele in einem friedlicherem Kontext stattfinden zu lassen.
Wir möchten in aller Deutlichkeit klarstellen, dass uns stumpfe Fingerzeige auf einzelne Gruppen zuwider sind und wir diese für nicht zielführend halten!
Wir möchten auch auf die Stellungnahme des Fanladen verweisen, die wir in vollem Umfang mittragen.
Hamburg, 26.04.2012 FCSR der offiziellen Fanclubs des FC St. Pauli von 1910
Liebe Fanclubs,
wir mussten und wollten – anders als die einschlägigen Boulevardmedien – die Geschehnisse rund um das Rostock-Spiel am Sonntag – zuerst halbwegs ordnen, bevor wir uns dazu äußern!
Wir freuen uns zum einen, dass sich wirklich viele Fans unseres Vereins an den Protesten beteiligt haben. Über 1.500 Fans haben sich friedlich auf dem Südkurvenplatz gesammelt – im Stadion haben viele weitere Fans durch Transparente den Protest mitgetragen.
Wir sind immer noch der Meinung, dass Protest gegen die willkürliche Aussperrung von Fußballfans richtig und wichtig ist. Wir alle wollen Gästefans am Millerntor und auch wir alle wollen unserem magischen FC zu Auswärtsspielen begleiten.
Was wir nicht akzeptieren können und auch scharf verurteilen, sind die gesuchten Konfrontationen zwischen Fans und der Polizei in unmittelbarer Umgebung unserer Faninstitutionen und Kneipen sowie der Angriff auf die Kneipe des anderen Hamburger Vereins. Darunter leiden im Nachhinein sehr viel mehr Fans als nur diejenigen, die es zu verantworten haben.
An diesen Ausschreitungen waren nach unseren Beobachtungen auch uns unbekannte Gesichter beteiligt. Dass diese Leute sich nicht überlegen, welche Konsequenzen ihr Handeln für unsere Fanszene hat, können wir nur bedauern. Von St. Pauli-Fans, die sich an so etwas beteiligt haben sollten, erwarten wir dieses Nachdenken über Sinn und Unsinn sowie Konsequenzen aber immer und überall. Ihr tragt eine Verantwortung. Ihr seid nicht allein! Begreift es!
Das Jolly Roger und der Fanladen sind keine Ausgangspunkte und Rückzugsräume für Rechtsverstöße! Wir lassen nicht zu, dass die Arbeit des Fanprojekts, eine von Fans getragenen Kneipe sowie unbeteiligte Personen durch derartiges Verhalten gefährdet werden!
Und beim Thema Gefährdung angelangt, müssen wir der Hamburger Polizei mitteilen, dass wir über ihr Auftreten rund um das Jolly Roger entsetzt sind und sie nochmals auffordern, den Begriff \“Verhältnismäßigkeit\“ wieder in ihre polizeiliche Taktik aufzunehmen.
Wir als FCSR möchten mit allen Faninstitutionen in einen Dialog einsteigen, wie wir den Geschehnissen vom Sonntag Rechnung tragen können und welche Möglichkeiten uns für die Zukunft bleiben.
Gleichwohl ist uns auch klar, dass das kein spezifisches Problem unseres Vereins ist, sondern vielmehr die logische Folge einer Sicherheitsspirale, die so massiv immer weiter gedreht wird, dass diese Geschehnisse sich geradezu ereignen mussten. Umso deutlicher wird, dass es nun die Aufgabe aller Kräfte unsere Fanszene ist, die Geschehnisse aufzuarbeiten und wirksame Strategien zu entwickeln, Fußballspiele in einem friedlicherem Kontext stattfinden zu lassen.
Wir möchten in aller Deutlichkeit klarstellen, dass uns stumpfe Fingerzeige auf einzelne Gruppen zuwider sind und wir diese für nicht zielführend halten!
Wir möchten auch auf die Stellungnahme des Fanladen verweisen, die wir in vollem Umfang mittragen.
Hamburg, 26.04.2012 FCSR der offiziellen Fanclubs des FC St. Pauli von 1910

Pressemitteilung des Ständigen Fanausschusses

Der Ständige Fanausschuss als Vertretung der organisierten Fanszene des FC St. Pauli unterstützt ausdrücklich die gestrige Stellungnahme der Vereinsführung. Die detaillierte Schilderung der Ereignisse deckt sich mit unseren Beobachtungen und den uns zugänglichen Augenzeugenberichten.

Der Schweinske-Cup war in den vergangenen Jahren stets ein Ereignis, das von den Fans unseres Vereins zum gemeinsamen und friedlichen Feiern genutzt wurde. Von Seiten der Veranstalter wurde diese rege Teilnahme ausdrücklich unterstützt.
Bereits im Vorfeld des diesjährigen Turniers war die Brisanz der Zusammensetzung bekannt, was in der Absage des HSV gipfelte. Umso unverständlicher erscheint uns, dass das Sicherheitskonzept von Veranstalter und Polizei derart versagt hat. Insbesondere gilt dies für die angereisten Zuschauer aus Lübeck, über welche bereits im Vorfeld eindeutige Erkenntnisse vorlagen. Dennoch konnte sich dieses Klientel ungehindert in der Halle bewegen, während der Bereich mit Anhängern unseres Verein frühzeitig eingekesselt wurde. Dies nutzen die Lübecker Anhänger zu rechtsradikalen Beschimpfungen, aber auch zu körperlichen Übergriffen in verschiedenen Bereichen der Halle, teilweise unter den Augen von Polizeibeamten. Die endgültige Eskalation wurde eindeutig verursacht durch einen Angriff von Rechtsradikalen und Hooligans auf den Block der St. Pauli-Zuschauer. Auch hier griff die Polizei erst dann ein, als St. Paulianer sich gegen diesen Angriff zu Wehr setzten. Die Polizei versuchte jedoch nicht, der Angreifer habhaft zu werden, sondern wandte sich mit massiver Gewalt gegen die Angegriffenen. Darauf folgten immer wieder wahllose Einsätze von Schlagstöcken und Pfefferspray, wiederholt auch gegen Unbeteiligte und Helfer. Währenddessen wurden die Angreifer von der Polizei unbehelligt – und samt der geraubten Materialien! – aus der Halle zum Hauptbahnhof geleitet.

Wir sehen jedoch nicht nur das Verhalten der Polizei, sondern auch die Berichterstattung in der Presse als fragwürdig an. Anstatt den genauen Hergang zu recherchieren und differenziert zu berichten übernehmen sogenannte „Journalisten“ unhinterfragt die Berichte von Polizei und Presseagenturen, deren Vetreter bei den Ereignissen nicht anwesend waren.

Der Gewaltausbruch am Freitag ist zurückzuführen auf rechtsradikale Angriffe auf St. Pauli-Fans und eine dilettantisch agierende Polizeiführung. Von einer „Auseinandersetzung unter Chaoten“ kann keine Rede sein. Wir verwahren uns strikt dagegen, dass (auch aktives) Eintreten gegen Rechtsradikalismus medial oder durch die Polizei mit ebendiesem in einen Topf geworfen und damit gleichgesetzt wird. Ebenso empfinden wir die Gleichsetzung des ungefährlichen Abbrennens von Pyrotechnik auf einem gemeinsamen Fußmarsch mit rechtsradikal motivierter Gewalt durch die Hamburger Polizei als skandalös.

Wir stellen wir uns ausdrücklich insbesondere hinter den Sicherheitsbeauftragten des FC St. Pauli Sven Brux. Für uns als Fans des FC St. Pauli sind Zivilcourage und Engagement gegen Rechtsradikalismus mehr als nur bloße Lippenbekenntnisse. Dies bedingt, dass in bestimmten Situationen auch aktives Eingreifen erforderlich sein kann. Wer dies pauschal als Billigung von Gewalt diskreditiert sollte es sich an anderer Stelle ersparen, geheuchelte Lippenbekenntnisse gegen Rechtsextremismus abzugeben.
Dies gilt insbesondere, wenn die Hamburger Polizei wie am Freitag offensichtlich nicht Willens ist, gegen rechtsradikale Straftäter einzuschreiten.

Hamburg, 10.01.2012

Ständiger Fanausschuss

Engagement beim Aktionsbündnis gegen Diskriminierung

Liebe Fanclubs,

heute ein etwas kürzerer Newsletter.

1. Aufruf an alle Sankt Paulianer

– Engagement beim Aktionsbündnis gegen Diskriminierung § 6 (2) a

– Ein Leben in Würde ist für viele Menschen keine Selbstverständlichkeit. In vielen Stadien herrscht noch immer Rassismus, Diskriminierung wegen der sexuellen Orientierung oder Sexismus. Wir wollen nicht mit dabei sein, wenn Menschen ausgegrenzt werden! Nicht im Stadion, nicht vor dem Stadion, nicht um das Stadion herum!

§ 6 (2) a, das „Aktionsbündnis gegen Diskriminierung“ hat bereits am Millerntor Aktionen u. a. während FARE- Wochen durchgeführt, die ein breites Echo fanden. Viele Fanclubs hatten sich im Vorfeld bereits mit den Aufrufen solidarisiert. Aber wir wollen mehr. Wir wollen, dass sich alle Fans des FC Sankt Pauli gegen Diskriminierung engagieren!

Bekennt Farbe! Beweist durch euer Engagement, dass die Selbstverständlichkeit gegen Diskriminierung zu sein, keine Floskel ist!

Aktionsbündnis der Fans des FC St. Pauli gegen Diskriminierung § 6 (2) a

Für Leute, die mal „reinschnuppern“ wollen:

Unser nächstes Treffen ist am Montag, dem 21. März 2011 um 19:30 Uhr im „Feldstern“, Sternstraße, unweit des „Kunst“.

2. Sprecherrats-Stammtisch

Der nächste Stammtisch findet am 28.03.2011 um 20 Uhr im Fanladen statt. Kommt. Stellt Fragen. 🙂

Euer Fanclubsprecherrat

Einladung Fanclub-Freilichtturnier 2011

Liebe Fanclubs und Fangemeinden,

Am Samstag, 28. Mai 2011 findet das 12. Freiluftturnier der offiziell eingetragenen Fanclubs statt. Aufgrund der unklaren sportlichen Situation sowie des Umbaus auf dem Trainingsgelände, wird es diesmal wieder nur ein eintägiges Turnier geben und das Teilnehmerfeld ist im Hauptturnier auf 32 Teams reduziert. Es kann vor Ort diesmal nicht gezeltet werden!!!

Bitte meldet euch mit dem angehängten Formular für das Fanclub-Turnier an. Die Auslosung der teilnehmenden Fanclubs findet Ende April im Rahmen eines U-18-Treffens statt. Erst danach bekommt ihr eine Teilnahmebestätigung und auch erst dann könnt/müsst/dürft ihr das Startgeld von 30 Euro bezahlen.

Wir werden voraussichtlich um 10.00 Uhr beginnen und gegen 18.00 Uhr mit dem Finale das Turnier beenden. Es wird auch wieder ?Spaßgruppen? geben.

Die Teilnahmebedingungen:

– Das Teilnehmerfeld ist auf 32 Teams begrenzt. Die ersten 8 vom letzten Jahr sind qualifiziert für dieses Jahr, müssen sich allerdings zurückmelden, wenn sie wieder teilnehmen möchten (siehe Anmeldefrist).

– Der Frauen-Fanclub ?Milchschnitten? (soweit sie sich denn anmelden) und unsere U-18 bekommen auf jeden Fall einen Startplatz.

– Teilnahmeberechtigt sind wie immer ausschließlich Fanclubs, die ihren Saisonbeitrag einschließlich dieser Saison (2010/2011) rechtzeitig bezahlt haben ? das hätte i.d.R. bis Ende August 2010 der Fall sein sollen!!!

Wenn ihr teilnehmen wollt, füllt bitte den Anmeldebogen aus und sendet diesen bis Freitag, 1. April 2011 an uns per E-Mail an fanladen@gmx.de zurück. Telefonische Meldungen können leider nicht berücksichtigt werden, Anmeldungen per Fax, Post oder ?analog? werden NICHT angenommen! Anmeldungen, die an den Sprecherrat geschickt werden, werden ebenfalls NICHT berücksichtigt.

Alle ausgelosten Teams erhalten dann nach der Auslosung eine Teilnahmebestätigung und kurz vor dem Turnier den Spielplan. Bitte keine Teilnahmegebühr vorab überweisen!!!

Ein leidiges Thema ist immer wieder die ?überengagierte? Spielweise einiger SpielerInnen/Teams. Wir appellieren nochmals an alle Beteiligten: Dies ist ein Fanclub-Turnier von Fans, mit Fans, für Fans. Im Vordergrund stehen der Spaß und das Zusammenkommen!

Hier findet Ihr das Anmeldeformular:

http://dl.dropbox.com/u/4018990/FCSR/Anmeldebogen.doc

Euer Fanladen-Team und Fanclub-Sprecherrat

Fanszene des FC St.Pauli veranstaltet Aktionstag

Die Auseinandersetzungen der letzten Monate zwischen der Fanszene und den Verantwortlichen des Vereins haben sich sehr stark mit den Aspekten einer überbordenden Kommerzialisierung beschäftigt und diese Kämpfe sind noch lange nicht beendet, es gilt sie weiterzuführen und Schritt für Schritt das Alleinstellungsmerkmal des FC St. Pauli mit den wirtschaftlichen Gegebenheiten des Prof…ifußballs abzugleichen und eigene Wege zu finden.
Doch genauso intensiv, wie wir Ansprüche an die Vermarktung unseres geliebten Clubs anlegen, genauso intensiv stellen wir diese Ansprüche auch an uns selbst.

Eine Fanszene, die Werte jenseits des Mainstreams verteidigen will, muss sich auch selber fragen, wie sehr sie diese Werte eigentlich noch lebt und verteidigt. Beides gehört zusammen um selbstbewusst und kämpferisch sagen zu können: „Ich weiß warum ich hier stehe.“

Deshalb haben alle aktiven Gruppen der Fanszene einen Aktionstag zum Heimspiel gegen Stuttgart ausgerufen, an dem wir zeigen wollen, wie sehr wir uns selbst eigentlich noch hinterfragen. Und die zentrale Frage an diesem Tag lautet:

Warum bist du eigentlich bei St. Pauli?

Weil der FC St. Pauli…
…so kultig und anders ist?
Weil die Stimmung am Millerntor so toll ist? Weil hier Faschisten keine Chance haben? Der Punker neben dem Banker steht?
Weil St. Pauli europaweit für seine alternative Fanszene beneidet wird?
Weil hier nicht die üblichen Fußballprolls die Kurven prägen und du dich auch als Frau wohl fühlst? Oder weil es hier immer noch Bier gibt, welches ohne Plastik bezahlt werden kann? Wegen all dieser Dinge? Ja!?

Dann denk mal darüber nach, warum wir so sind. Warum unser gefeierter „Jahr100Verein“ erst seit einem guten Vierteljahrhundert diesen besonderen Ruf genießt. Und wieso ein Haufen braun-weißer Fans damals aktiv wurden und anfingen, einen Gegenpol zum hiesigen Fußball-Mainstream durchzusetzen, trotz aller Widerstände auch hier vor Ort. Die Leute in den 80ern wünschten sich auch nicht viel mehr als ein sozialeres Verhalten untereinander bzw. einen respektvolleren Umgang – neben dem größtmöglichen Spaß beim Fußball gucken, versteht sich. Entgegen manch anderer Meinung schließt sich das zudem auch nicht aus. Und wir sehen das heute immer noch so. Grundsätze, wie das Bekämpfen jeglicher Art von Diskriminierung, fanden ihren Ursprung in der aktiven Fanszene und wurden längst fest in der Stadionordnung und den Leitlinien verankert. Und ist es nicht so, dass auch du nur aufgrund dessen eines Tages mal ans Millerntor gekommen bist? Damals wie heute gilt es, diese Grundsätze zu wahren und jede_n, der/die von sich behauptet St.-Pauli-Fan zu sein, immer wieder daran zu erinnern, was das bedeutet. Greifst du mit deinen Freunden wirklich ein, wenn aus eurem Kurvenumfeld z.B. Gegenspieler rassistisch beleidigt, oder Frauen ganz offensichtlich belästigt werden? Gerade in einer Zeit, wo der Fußball immer mehr zum Massenspektakel verkommt und soziales Engagement kommerziellen Interessen weichen muss, ist es notwendig klar Stellung zu beziehen. Ansonsten wird auch unser Club eines Tages nichts anderes sein als ein weiterer stinknormaler Hamburger Fußball-Verein…

Denk also mal wieder ernsthaft nach über dein Verhalten im Stadion, über deine Wortwahl gegenüber Gästefans oder den Schiedsrichtern, über deinen unverhältnismäßigen Alkoholkonsum oder ähnliche Dinge, die mit dazu beitragen, den Mythos vom „anderen Club“ weiter zu zerstören.

Auch die Vereinsführung und die Mannschaft unterstützen uns an diesem Tag, um mit verschiedenen Mitteln und Aktionen diese Fragen an alle Fans zu richten.

Wir hoffen, dass dadurch ein Denkprozess angestoßen wird, der uns alle noch mehr zusammenführt in einem Anspruch etwas ganz Besonderes leben zu wollen am Millerntor und auswärts in den Arenen dieses Landes. Vor und nach dem Spiel, im Viertel und überall auf der Welt, wo wir als St.-Pauli-Fans leben und diesen Club lieben.

Die aktive Fanszene des FC St. Pauli

U13-Spieler beim FC St. Pauli von der Abschiebung bedroht

Liebe Fanclubs,

heute wenden wir uns in einer – wie wir finden – dringenden Angelegenheit an Euch.

Samir – U13-Spieler beim FC Sankt Pauli ist von der Abschiebung innerhalb weniger Tage bedroht. Nicht nur wir finden, dass Abschiebungen grundsätzlich abzulehnen sind. Hier handelt es sich zusätzlich auch noch um einen Jugendlichen.

Hier findet Ihr weitere Infos:

http://www.facebook.com/pages/St-Pauli-fur-Samir-Abschiebung-verhindern/177490978962303

http://www.spiegel.de/deinspiegel/0,1518,740376,00.html

http://stpauli.nu/?p=1956

Wir finden, dass diese Abschiebung verhindert werden muss. Wie wir erfahren haben, ist der FC Sankt Pauli auch schon aktiv und im Kontakt mit der Familie, wir bitten Euch trotzdem Eure Meinung der Zentralen Ausländerbehörde mitzuteilen.

Kontaktdaten:

Zentrale Ausländerbehörde

Herr Dr. Bushart

Herr Bruhns

Tel: 040 42839-2290 + 2291

Fax: 040 42839-2966

bfi.asyl-service@eza.hamburg.de

Vielen Dank für Eure Unterstützung.

Euer

Fanclubsprecherrat und Fanladen

Erklärung von Ballkult eV zu den Angriffen aufs Jolly am 05.02.2011

Fankneipe Jolly Roger Ziel von Angriffen

Wir stellen fest:

Am 05.02. gegen 22.00 Uhr griffen bis zu 200 Personen das Jolly Roger in der Budapester Straße an. Zuvor lief diese Gruppe unbehelligt vom Hans-Albers-Platz über Reeperbahn und Hein-Hoyer-Straße. Der Angriff konnte von vielen Menschen abgewehrt werden. Die Polizei erschien erst etliche Minuten später und ging zunächst mit Schlagstöcken gegen St. Pauli-Fans vor dem Jolly Roger vor. Hierbei wurden einige Gäste leicht verletzt.

Noch mehrfach in der Nacht wiederholte sich das Szenario, hier war die Polizei aber früher vor Ort. Im Gebiet zwischen Paulinenplatz und Reeperbahn kam es über Stunden zu Auseinandersetzungen zwischen Polizei und HSV-Fans. Hierbei wurden Autos und Scheiben von Lokalen in Mitleidenschaft gezogen. Zu keiner Zeit haben größere Gruppen von St. Pauli-Fans das Jolly Roger verlassen.

Um ca. 2.00 Uhr wollte eine Gruppe von 4 Menschen vom Paulinenplatz zum Jolly Roger gehen. In der Paulinenstraße wurden sie von behelmten Polizisten ohne Grund und ohne Vorwarnung angegangen und in einen Hauseingang gestoßen. Ein junger Mann wurde in Gewahrsam genommen. Eine junge Frau wurde von der Polizei zu Boden gestoßen. Hierbei wurden ihr beide Unterarme gebrochen. Die Aufforderung, einen Rettungswagen zu rufen, wurde zunächst ignoriert und ihr stattdessen geraten, sich ein Taxi zu rufen. Der später doch noch eintreffende Rettungswagen brachte die Frau ins Krankenhaus St. Georg, wo sie sich auch am heutigen Sonntag Nachmittag noch befindet und auf die notwendige Operation wartet. Der in Gewahrsam genommene Mann wurde am Morgen zeitgleich mit 4 HSV-Fans entlasssen. Ein Grund für die Maßnahme wurde bis jetzt nicht genannt. Die Betroffenen beraten derzeit rechtliche Schritte gegen die Polizei wegen Körperverletzung und unterlassener Hilfeleistung.

Um so entsetzter sind wir angesichts der Tatsache, dass noch in der Nacht auf der homepage einer großen Tageszeitung unter Berufung auf eine Polizeisprecherin zu lesen war, Gruppen von St. Pauli-Fans wären den ganzen Abend randalierend durch St. Pauli gezogen.

Wir fragen uns:

Wie kann es angehen, dass es einer großen Gruppe Angreifer gelingt, 700 Meter unter den Augen der Polizei in Richtung Jolly Roger zu laufen, um einen Angriff zu starten? Wir erinnern daran, dass dies auch bereits nach dem Derby-Hinspiel geschah.

Ist die Polizei Hamburg so unfähig oder steckt politischer Wille dahinter? Soll kurz vor der Wahl noch ein bisschen auf der Klaviatur der inneren Sicherheit gespielt werden? Warum werden offensichtlich gezielte Falschmeldungen gestreut, um St. Pauli-Fans zu diskreditieren?

Warum taucht der schlimme Vorfall mit der verletzten Frau in keinem Polizeibericht auf?

Für uns heißt dies, dass der Schutz unserer Läden und Einrichtungen nach wie vor selbst organisiert werden muss und wird.

Wir bedanken uns bei den vielen Menschen, die sich in der vergangenen Nacht solidarisch und angesichts der Provokationen der HSV-Einzeller besonnen verhalten haben.

Wir wünschen der verletzten Frau eine baldige und vollständige Genesung.

Wir fordern eine Aufklärung des erneuten polizeilichen Fehlverhaltens. An letzteres glauben wir allerdings nicht mehr, da nach dem Polizeiüberfall auf das Jolly Roger im Juli 2009 (!) immer noch kein Polizist zur Rechenschaft gezogen wurde.

Unser Mitgefühl gilt auch all den vielen Fans, die aus anderen Städten und Ländern (die weiteste Anreise hatten 2 Fans aus Australien) umsonst angereist sind und nun wie auch der FC St. Pauli auf den entstandenen Kosten sitzen bleiben, weil der ?Weltclub? vom Stadtrand es nicht auf die Kette bekommt, einen bespielbaren Rasen zu präsentieren.

Wir haben Euch was mitgebracht: Gras! Gras! Gras!

Jolly Roger/BallKult e.V.

Hamburg St. Pauli, den 06.02.2011