Völlig losgelöst? Ansichtssache…

Was ein beschissener Spieltag für uns. Alles war so schön angerichtet, alle hatten eigentlich Bock und alle waren mit dem Verlauf der Vorbereitungen zufrieden. Nun finden wir uns zwei Tage später in einem Loch wieder, welches uns weder gefällt, noch zu uns passen sollte. Was war denn bitte mit der Mannschaft los? Was war denn bitte mit uns los?

Um unser Statement zu verstehen hier noch einmal die Eckdaten, in denen wir unsere ehrenamtliche Arbeit sehen, nach der wir handeln wollen und die uns in den letzten zwölf Jahren ausgemacht hat:

  • Wir sind das gewählte Gremium der offiziellen Fanclubs des FC St. Pauli von 1910 e.V.
  • Wir handeln und denken innerhalb dieses Mandates im Sinne der größtmöglichen Schnittmenge der Fanclubs und der Delegierten, die Jahr für Jahr zur Delegiertenversammlung erscheinen.
  • Aus den dort stattfindenden Gesprächen, Diskussionen und Beschlüssen definieren wir unser Handeln und fühlen uns diesen verbunden.
  • Wir sind uns sicher, im Rahmen unserer Erfahrung der letzten Jahre bisher damit einen größtmöglichen Teil der Fanclubs vertreten zu haben.

Zu den Vorkommnissen am Sonntag im Stadion ließe sich ein Themenabend machen und wir sind auch nicht in der Lage und willens, jede einzelne Fackel und jedes einzelne Spruchband zu analysieren und zu kommentieren. Dennoch möchten wir neben tollen, bereits veröffentlichten Beiträgen (Millernton, Magischer FC) etwas zu der unerträglichen Situation ab dem Moment „Präsentation Gegnermerch“ verlautbaren und zum Denken anregen.

Es war bisher Konsens, dass das Präsentieren von „Beute“ bei uns nichts verloren hat. Diese Kultur der Darstellung von Gewaltmonopolen sowie das Abfeuern von “Leuchtkugeln auf das Spielfeld“ ist nicht nur völlig sinnbefreit, sondern steht für uns in einem nicht zu duldendem Gegensatz zu einer Philosophie, die Diskriminierung, Unterdrückung und Gewaltverherrlichung nicht akzeptiert. Hier war die Kommunikation an alle Gruppen auch immer eindeutig. Wir verurteilen das Handeln scharf. Es gibt nicht annähernde Mehrheiten für diesen Style und keiner der offiziellen Fanclubs unterschreibt diese „Performance“.

Die Folge war ein Pauschalbrüll, dessen Hall uns noch jetzt irritiert. War es doch schon rein optisch erkennbar, dass weder die gesamte Süd, noch – und auch insbesondere – „die Ultras“ Gesamtverantwortung dafür tragen. Die Südkurve besteht nicht nur aus USP und nicht alle Personen mit einem roten Tuch um den Hals bilden eine homogene Gruppe. Auch darum muss aus den pauschalen Anfeindungen im Stadion ein Dialog mit allen Beteiligten werden.

Ein Derby ist immer eine emotional, organisatorisch und auf weiteren Ebenen extreme Situation im Fußballzusammenhang. Es hat für die unterschiedlichen Fans eine unterschiedliche Bedeutung mit daraus resultierenden Folgen. Für einige stehen die Sticheleien im Büro in der Woche davor und danach im Vordergrund, andere arbeiten monatelang auf das große Ereignis hin, bereiten die Choreographie vor etc. Durch die fortschreitende Medialisierung und Digitalisierung werden darüber hinaus für immer mehr Menschen die Bilder im Nachhinein wichtiger als das eigentliche Erlebnis an sich. Es geht vielen v.a. um Selbstdarstellung und Profilierung, man verkauft sich so gut wie möglich. Den einen reicht hierfür ein Selfie mit der Choreo im Hintergrund für Instagram, die anderen wollen mit möglichst spektakulärer Inszenierung größte Medienöffentlichkeit erreichen. Letztgenannte müssen sich immer aufsehenerregendere Aktionen einfallen lassen, um ihr Ziel zu erreichen, wie wir es am Sonntag leider miterleben mussten. Ein fataler Trend!

Nun sind wir uns sicher, dass wir mit dem Fanladen ein großartiges Fanprojekt haben, das sich den pädagogischen Aufgaben widmet und widmen wird. Dies wird gerade im Fussballkontext in keiner Fanszene der Welt öffentlich geschehen. Das wird nirgendwo zu öffentlicher Zurschaustellung von Ergebnissen und Konsequenzen führen und das ist auch gut so. Auch wir sehen wie der Verein die Aufarbeitung nach innen als erstes Instrument. Wir wissen, dass der Dialog beginnt, es ist jeder selbst gefordert, sich aktiv daran zu beteiligen.

Unsere Botschaft ist unmissverständlich. Das Begehen von Straftaten um Beute zu präsentieren ist inakzeptabel und darf nie wieder vorkommen. Wir alle tragen Verantwortung in diesem heterogenen Kosmos des FC St. Pauli. Wir alle sind dazu aufgerufen, die Möglichkeit zu nutzen um unsere verschiedenen Facetten von Fußball-Fankultur selbst zu definieren und auszuleben. Das ist immer auch Veränderung und immer auch Kampf für Werte, die über Allem stehen. Das ist immer auch mal Frust und Enttäuschung. Aber es darf nie Alleingang und Schaden und nie Ausgrenzung und Hass werden.

Euer FCSR

PS: Flora bleibt!

Absage Millerntorcup 2018/19

Liebe Fanclubs,

leider müssen wir uns mit einer schlechten Nachricht bei Euch melden: Unser beliebtes Fanclub-Hallenturnier, der Millerntor-Cup, muss in dieser Saison ausfallen.

Zu viele Veranstaltungen in der Sporthalle Alsterdorf sowie die ungünstigen Terminierungen der Spiele, lassen in diesem Winter kein Turnier dort zu. Leider sind auch unsere Bemühungen um einen geeigneten Ausweich-Spielort nicht von Erfolg gekrönt gewesen. Somit können die Titelträger Mofas End den Wanderpokal noch ein weiteres Jahr anbeten und polieren.

In diesem Zusammenhang: Das Sommerturnier im Stadion soll natürlich auch in diesem Jahr stattfinden. Wenn der FC St. Pauli allerdings nach dem 34. Spieltag noch Relegationsspiele zu bestreiten hat, muss auch diese Veranstaltung ausfallen. Warten wir´s mal ab… Wir wünschen Euch allen einen guten Start ins neue Jahr!

Viele Grüße,

euer Fanclubsprecherrat und das Fanladen-Team

Fuck Sexism

Ahoi liebes Millerntor,

was musstest Du am Wochenende denn bitte da aushalten? Du bist für uns als Raum gegen Diskriminierung das Herz des Clubs. Die Menschen, die Dich beleben, tragen in unfassbarer Menge die Werte gegen Rassismus, Homophobie und Sexismus Woche für Woche auf Deine Tribünen und das ist genau gut so. Desto erboster sind wir, dass es Sexisten des Gastvereines schafften Banner zu zeigen, die in Wortwahl und Inhalt an Niederträchtigkeit kaum zu überbieten sind.


Uns ist es völlig egal welche Farbe der Verfasser trägt, ob er aus Ost, West, Süd oder Nord kommt. Uns interessiert nicht, welches Stöckchen man zum Halten verwendet und ob aufgrund der diversen Geschehnisse das Hochhalten solcher Parolen „nebensächlich“ erscheint. Uns interessiert, dass hier verletzende, diskriminierende Kackscheiße auf Bannern in unserem Stadion zu sehen war. Wir finden, dass der Kampf gegen Sexismus nicht aus vermutlichem Mangel an Einsicht der Verfasser enden darf, sondern erst richtig beginnt. Daher hiermit deutlich und unmissverständlich an den Bannermaler und seine geistigen Brüder: Verpisst Euch, kommt nicht wieder und erwartet in keiner Sache Solidarität von uns.

Das Millerntor ist und soll für immer ein Raum des Widerstands gegen jedwede diskriminierende Meinungsverkündung sein und der FCSR ist und bleibt keinen Millimeter kompromissbereit…FUCK Sexism!

Spendet für die Braun-Weiße Hilfe

Moin liebe St.Pauli Fans, moin liebe Fanclubs,

nach dem letzten Wochenende sollte hoffentlich auch dem Letzten klar sein, dass die Polizei von der Prämisse des „Freund und Helfers“ weit entfernt ist.

Am Samstag hat es die Polizei NRW erst auf Leverkusener Fans abgesehen, am Sonntag waren wir dann Opfer eines ausufernden Polzeiapparats. Am heutigen Samstag werden dann 7 Hundertschaften und das SEK (!) das Spiel Köln-Dresden begleiten. Vor dem Hintergrund, dass nach Bayern nun auch u.a. NRW ein neues, schärferes Polzeiaufgabengesetz einführen will, kann einem nur flau im Magen werden.

Umso wichtiger ist es in diesen Zeiten Solidarität zu zeigen und sich im Fall der Fälle auf Unterstützung und Hilfe verlassen zu können. Wir haben hierfür die „Braun-Weiße Hilfe„. Gestern gab es im Jolly Roger schon eine Soli Party und weil wir finden, dass diese Hilfe eine ganz hervorragende und enorm wichtige Sache ist, spenden wir 1000€ an eben diese.

Jeder kann von Repression und Polizeigewalt getroffen werden. Geht ruhig mal vor oder nach dem Spiel zum Fanladen und werft auch etwas in die entsprechende Spendendose oder überweist auf das folgende Spendenkonto!

Jugend und Sport, Fanladen St. Pauli
IBAN DE37200505501045210935
BIC HASPDEHHXXX

Stichwort: Braun-Weisse Hilfe

 

Zu Bielefeld:

http://braunweissehilfe.de/2018/11/05/pressemitteilung-braun-weisse-hilfe-05-11-2018/

https://www.fcstpauli.com/news/stellungnahme-des-fc-st-pauli-und-des-fanladens-st-pauli-zum-polizeieinsatz-in-bielefeld/

http://amnesty-polizei.de/stellungnahme-zum-mutmasslichen-angriff-auf-fans-des-fc-st-pauli/

http://www.magischerfc.de/wordpress/?p=9293

http://www.magischerfc.de/wordpress/?p=9313

https://millernton.de/2018/11/08/mt059-bernd-von-geldern/

19. Freiluftturnier der eingetragenen Fanclubs 2018

Am gestrigen Samstag fand das bereits 19.Freiluftturnier der eingetragenen Fanclubs statt. Durch eine, wieder einmal sehr kurzfristige Absage, spielten dieses Jahr 39 Teams um den Pokalsieg im Hauptfeld und in der Spaßgruppe. Die Sieger dieses Jahr heißen „Kommando Boys in Brown“ (Hauptfeld) und „SG Nordvernetzung“ (Spaßturnier). Herzlichen Glückwunsch!

Vielen Dank auch an alle fleißigen Helferlein während und vor allem auch nach dem Turnier, gerne immer so 😉

Hauptfeld:

1. Kommando Boys in Brown
2. Galaxy Sankt Pauli
3. Sankt Pauli Maniacs
4. 238er Pirates
5. Gleiche Höhe 08
6. Mofas End
7. El Fuego De Sankt Pauli
8. Hau-Rein-Den-Ding
9. Skinheads St.Pauli
10. Blackout Sankt Pauli
11. Skal Sankt Pauli
12. FC Lampedusa Sankt Pauli
13. Grasgrüne Grashüpfer
14. Braun Weiße Verfolger
15. Hamburger Originale
16. G.A.S.
17. Cosa Nostra Sankt Pauli
18. Cephalopoden
19. Bollwerk
20. Simulanten Sankt Pauli
21. Bogeys
22. Ginoz Sankt Pauli
23. Brigade Zero

Spaßturnier:

1. SG Nordvernetzung
2. ETKB
3. Viva con Astra
4. G.C.S.P.
5. Kiezkick
6. Traktor Trittau
7. Halli Galli
8. Unicorns
9. Tanzgericht Süd
10. Yorkshire St Pauli
11. Club der toten Gegengerade
12. Voll St.Pauli
13. Pfälzer Unabhängige Fußball Fans
14. Ragazzi U 18
15. St Pauli Pfostenschiesser Ostbelgien
16. Olsenbande

 

Schädel-Pils-Cup (Bester Gesamtauftritt): Yorkshire St.Pauli

Fairplay-Pokal: Viva con Astra

 

Nächste Woche dann noch das Antira und dann sei euch auch eine schöne Sommerpause gegönnt. Die Nummer 1 der Stadt sind wir!

Offener Brief an die Polizei HH

Auf ein Wort Herr Wachtmeister,
nach der Demonstration am letzten Montag, auf der wieder zig Rechtsextremisten, und vom Verfassungsschutz als solche eingestufte, ihre Meinung in Hamburg kundtaten, wurde eine beunruhigende Szene fotografiert und bezeugt.
Der im Dienst befindliche Herr Peter G., im FC St. Pauli Umfeld als Szenekundiger Beamte (SKB) tätig, wird beim vertrauten Handschlag mit einem namhaften Demonstrationsteilnehmer beobachtet und fotografiert. Im Social Media wird dies verbreitet und sorgt für unglaubliche Unsicherheit.
Wir fragen, was es damit auf sich hat? Wir fragen, warum ein Beamter sich so vertraut gibt? Wir fragen, wie er im Umfeld des FC St. Pauli arbeiten kann, wenn er hier nicht distanziert agiert? Wir fragen, wie die Behörde mit solchen Dingen umgeht und ob es nicht auch von ihrer Seite kritisch einzustufen ist?

Sehr geehrter Herr Innensenator, sehr geehrte Hamburger Polizei,
wir wünschen uns Aufklärung in der Sache und gehen davon aus, dass auch sie verwundert sind. Zuträglich für die Arbeit im Viertel und die Zusammenarbeit mit dem Verein und seiner Fanszene ist dieses Verhalten nicht, ganz im Gegenteil. Ein weiteres Agieren dieses SKB im Umfeld des FC St.Pauli stellt sich für uns als unmöglich und nicht wünschenswert dar.

Mit der Bitte um Antwort.
Fanclubsprecherrat der offiziellen Fanclubs des FC St. Pauli von 1910 e.V.

Einladung Delegiertenversammlung 2017

Moin liebe Fanclubs,

hiermit laden wir euch zur Delegiertenversammlung am 18.11. 2017 um 11 Uhr in die Fanräume am Millerntorstadion ein.

Je Fanclub dürfen zwei Delegiert*innen an der Versammlung teilnehmen.

Voraussetzung zur Teilnahme ist ein ausgeglichenes Beitragskonto. Solltet ihr Themen haben, die ihr dort mit den anderen Fanclubdelegiert*innen besprechen wollt, so schreibt uns diese in kurzen Stichpunkten.

Wir freuen uns auf Euch.

Euer FCSR

18. Freiluftturnier der eingetragenen Fanclubs 2017

Am letzten Samstag fand zusammen mit dem Sommerfest das 18.Freiluftturnier der eingetragenen Fanclubs statt. Bei bestem Sommerwetter spielten 44 Fanclubs um das Siegertreppchen. Die Sieger dieses Jahr heißen „Galaxy Sankt Pauli“ (Hauptfeld) und „Kiezkick“ (Spaßturnier). Herzlichen Glückwunsch!

Gute Besserung an alle Verletzten und vielen Dank an alle, die diesen Tag so möglich gemacht haben.

Hauptfeld:

1. Galaxy Sankt Pauli
2. Gleiche Höhe 08
3. Skal Sankt Pauli
4. Cephalopoden
5. Braun Weiße Verfolger
6. Mofas End
7. Brigade Zero
8. G.A.S.
9. Weiß-Braune Kaffeetrinker
10. Maniacs
11. New Kids Sankt Pauli
12. FC Catalunya
13. Schlenzung Irgendwie
14. El Fuego De Sankt Pauli
15. Skinheads
16. FC Ohne Joi
17. Hamburger Originale
18. Jolly Joggers
19. Underdogz
20. Hau-Rein-Den-Ding
21. Diana’s Darlings
22. Bollwerk
23. Darum St. Pauli
24. Conexion
25. Enfants Terrible
26. FC Lampedusa Sankt Pauli
27. Südzecken
28. Ostblock

Spaßturnier:

1. Kiezkick
2. Traktor Trittau
3. G.C.S.P.
4. Szenario Kaos
5. Astra Bagaluten
6. Zaunkönige
7. Graceland
8. Unicorns
9. SG Nordvernetzung
10. ISC – International Supporters Crew
11. Chaoskicker
12. ETKB
13. SG Magische Otter
14. Ragazzi U 18
15. FC Keine Ahnung
16. Halli Galli

 

Schädel-Pils-Cup (Bester Gesamtauftritt): FC Catalunya

Fairplay-Pokal: U18/Ragazzii

Beste Nachwuchsspielerinnen: FC Keine Ahnung

Bester Nachwuchsspieler: TJ Graceland

Offener Brief von St.Depri an den FCSP

Liebes Präsidium, Lieber Vereinsrat, Liebe Mitarbeiter des Nachwuchsleistungszentrums,

einigermaßen verwundert haben wir am 4. November 2016 davon erfahren, dass die Robert-Enke-Stiftung in die Kollaustraße geladen wurde, um über Depression im Profisport zu sprechen (https://www.fcstpauli.com/news/robert-enke-stiftung-zu-gast-im-nlz/). Verwundert hat es uns deswegen, weil wir als St. Depri dem NLZ bereits seit dem 13. März 2015 immer wieder das Angebot unterbreitet haben, eben diese Veranstaltung abzuhalten.

Die im Artikel erwähnte „offene Gesprächskultur“ wird von uns definitiv begrüßt, im vorliegenden Fall allerdings schmerzlich vermisst. So haben wir zwar in den vergangenen 1 ½ Jahren regelmäßig nachgefragt, was denn jetzt eigentlich mit unserem Angebot sei, darauf aber nie eine Antwort bekommen, die hätte vermuten lassen, dass das NLZ ein Interesse daran hat, eine solche Veranstaltung abzuhalten.

Unser Angebot beinhaltete: Experten aus den Bereichen Kinder- und Jugendpsychiatrie und Burnout und Depression im Profisport. Des Weiteren gibt es bei uns natürlich immer die Möglichkeit der Kontaktaufnahme, sei es über Mail, Facebook oder persönlich beim Stammtisch; außerdem sind bei St. Depri alle beteiligten Personen entweder aus der Fanszene des FC St. Pauli oder aus dem Viertel und haben somit von vornherein einen Bezug zu den Jugendlichen im NLZ. Somit wäre aus einer präventiven Maßnahme ganz automatisch auch eine Möglichkeit zur Interaktion im „Notfall“ geworden.
Das Angebot der Enke-Stiftung im NLZ hingegen beinhaltete einen ehemaligen Bundesliga-Profi und einen Buchautor und als die Veranstaltung fertig war, wurden noch Fotos für die Presse gemacht und alle sind wieder ihres Weges gegangen.

St. Depri ist in den vergangenen Jahren zu einer erfolgreichen Initiative geworden, die bereits hunderten St. PaulianerInnen mit praktischem Rat und effektiver Tat zur Seite gestanden hat. Wir helfen Betroffenen, unterstützen Angehörige und beraten Interessierte. Unsere Arbeit findet zwar nicht auf Titelseiten oder im Rampenlicht, sondern in den Toilettenkabinen des Millerntors, den Behandlungszimmern der Therapeuten unseres Netzwerks oder der Vertrautheit des Fanladens statt; aber eben genau so soll es auch sein. Die Depression ist meist eine leise Krankheit und darüber sind wir alle uns bewusst.
Die Aktion im NLZ allerdings hat uns von St. Depri ordentlich genervt – wir sind angepisst – und zwar richtig! Genau deshalb werden wir jetzt laut und schreiben diesen Brief: Aus einer präventiven Veranstaltung für Jugendliche, welche mit ihrer Berufswahl schon jetzt wissen müssen, dass sie immensen psychischen Druck werden aushalten müssen und diesem gewappnet sein müssen, um nicht daran zu zerbrechen, eine Imageveranstaltung zu machen, finden wir geschmacklos. Jemanden ausschließlich von außen zu holen, obwohl es innerhalb des Vereins qualifizierte und vor allem ausgebildete Experten gibt, ist stillos. Dann im Nachhinein noch von einer „offenen Gesprächskultur“ zu sprechen, klingt wenig glaubhaft.

Wir freuen uns darüber, dass das NLZ sich generell endlich mit dem Thema der Prävention von psychischen Krankheiten im Profisport beschäftigt – das ist wirklich wichtig. Es bleibt allerdings zu bemängeln, dass an dieser Stelle die Qualität dem Prestige geopfert wurde. Dabei gilt unsere Kritik ausdrücklich nicht der Enke-Stiftung.
Wir haben nicht den Anspruch, die Welt zu retten, aber „Wir sind immer für uns da!“ – dazu zählen auch diejenigen Jugendlichen, die im NLZ trainieren, denn auch diese gehören zu St. Pauli.

Wir sind St. Depri und wir sind offen für Gespräche. Ihr erreicht uns jederzeit per Mailoder über Facebook und persönlich an jedem dritten Donnerstag des Monats im Fanladen oder bei Heimspielen des FC St. Pauli verteilt über das Millerntor!

Herzlichst
Eure St. Deprianer

Delegiertenversammlung 2016

Moin liebe Fanclubs,

hiermit laden wir Euch zur diesjährigen Delegiertenversammlung ein. Diese findet

am 19.11.2016

um 11 Uhr

in den Fanräumen

statt.

Wie auch in den Vorjahren gilt als zugelassen, wer den Jahresbeitrag gezahlt hat. Je Fanclub ist die Teilnahme von maximal 2 Delegierten vorgesehen. Es ist Wahljahr und wir werden wieder mit leicht verändertem Team zur Wahl antreten. Natürlich könnt Ihr aus Euren Reihen sowohl als Einzelkandidat_innen oder als Team zur Wahl antreten.

Die Tagesordnung ist wie folgt: Begrüßung, Berichte aus den einzelnen Bereichen, Kassenbericht, Entlastung und Neuwahlen, Sonstiges.

In diesem Jahr wird uns ein toller Mensch verlassen. Marcus  bzw. „Pusch“, Mitglied seit der Neustrukturierung, hört auf. Mit Pusch verlieren wir einen ganz besonderen Teil des FCSR. Mitdenker, Querdenker, Radikaler und Mahnender. Mit einem Riesen Herz für unseren FC St. Pauli und die Entwicklung der Fanszene. Wir sagen Danke für wundervolle Jahre. Du wirst eine Lücke hinterlassen.

Kommt zahlreich und pünktlich, wir freuen uns auf eine gute Versammlung mit regem Austausch.

Herzlichst Euer FCSR