Nachruf auf Klaus Rummelhagen

Liebe Sportsfreundinnen und Sportsfreunde,

am 21.07.2016 ist unser Amateurvorstandsvorsitzender Klaus Rummelhagen nach einer schweren unheilbaren Erkrankung im Alter von 75 Jahren gestorben. Am Freitag davor hatten wir im Hospiz noch gemeinsam gelacht und uns unserer gemeinsamen Geschichte versichert, haben über Erlebtes gesprochen und die Vergangenheit Revue passieren lassen. Weiterlesen

Offener Brief an Herrn Mazingu-Dinzey

Mit Erschecken mussten wir feststellen , dass Sie sich mittlerweile im Umfeld der so genannten „besorgten Bürger“ bewegen und deren dumpfen Parolen weitertragen.
Als Spieler unserer Traditionself und Mensch,der sich bisher immer gern mit dem Geist des Millerntor präsentiert hat, erwarten wir an dieser Stelle, gerade im öffentlichen Raum, jedoch eher den Grundkonsens unseres Vereines, antifaschistisch, antirassistisch und gegen Diskriminierung.

Einen „unserer“ Spieler als Bannerträger auf einer Demo zu sehen, deren dumpfes, populistisches Auftreten, egal unter welchem Namen, bundesweit fließend zwischen Besorgnis, Rechtsoffenheit und purem Neonazitum daherkommt, erschüttert uns. Wir wollen mit ihnen nichts mehr zu tun haben und erwarten auch keinerlei Auftritte mehr im Dress und im Umfeld des FC St. Pauli. Wenn ihre gesellschaftspolitische Auffassung sich für so eine Demo entscheidet ist das Ihre Sache, natürlich, nur bleiben Sie dann unserer Sache fern. Den Ehrenrat des Vereines haben wir über unsere Auffassung dahingehend informiert. Sie passen so nicht ans Millerntor.

In unserem Verein gilt weiterhin : Kein Fußball den Faschisten. Niemals!

Fanclubsprecherrat FC St. Pauli
Juni 2016

17. Freiluftturnier der eingetragenen Fanclubs 2016

Am gestrigen Sonntag, den 22.05.2016, luden wir wieder zusammen mit dem Fanladen St.Pauli zum jährlichen Freiluftturnier ans Millerntor ein. Trotz ein paar Widrigkeiten auf Grund fehlender Helfer (danke an die, die kurzfristig eingesprungen sind!) und kurzfristiger Absagen (meldet euch nicht an, wenn ihr nicht genug Leute zusammen bekommt!) finden wir, dass es ein gelungenes Turnier geworden ist, wir hatten auf jeden Fall Spaß und ihr hoffentlich auch 🙂

Freiluftturnier 2016

Danksagungen dürfen natürlich nicht fehlen. Danke an den Fanladen♥  Danke an den Verein, für die Bereitstellung des Stadions. Danke an alle Helfer während und nach dem Turnier und natürlich auch an alle Fanclubs, die teilgenommen haben.

Gewonnen haben dieses Jahr das Kommando Boys in Brown und die Ragazzi U18 (Spaßgruppe).

Platzierungen

Hauptfeld

1.) Kommando Boys in Brown
2.) New Kids
3.) FC Lampedusa Hamburg
4.) Cephalopoden
5.) Galaxy
6.) BW Göttinger
7.) Viva con Agua
8.) Simulanten
9.) Hamburger Originale
10.) El fuego de Sankt Pauli
11.) Skinheads
12.) Scheiss Funktionäre
13.) Darum
14.) heiß&cool
15.) Last Men Standing
16.) BW Pigeons
17.) Hau-Rein-Den-Ding
18.) Nikotiner Mönche
19.) Cosa Nostra
20.) Club der toten Gegengerade
21.) Gleiche Höhe 08
22.) Halli Galli
23.) Südzecken
24.) Jacke wie Hose
25.) G.A.S.
26.) ETKB-Sektion 10plusX
27.) Bright Side
28.) Pendler Lüneburg
29.) Queerpass
30.) Jolly Joggers
31.) Diana’s Darlings
32.) Ostblock

 

Spaßgruppe

1.) Ragazzi U 18
2.) Magische Otter
3.) TJ Graceland
4.) Likedeeler
5.) Traktor Trittau
6.) G.C.S.P.
7.) Pfälzer Unabhängige Fußballfans
8.) FC Muckefuck
9.) Zaunkönige
10.) Unicorns
11.) Wer hat die Fahne
12.) Freundeskreis 1910
13.) Astra Style
14.) FC Tortuga
15.) Minute 76
16.) Deaf-Fanclub

Aktionsbündnis vom FC St. Pauli enttäuscht

Nachfolgend dokumentieren wir eine Stellungnahme des „Aktionsbündis gegen Sexismus und Homophobie“.

Aktionsbündnis vom FC St. Pauli enttäuscht

Wie wichtig ist den Verantwortlichen des FC St. Pauli ihr Engagement gegen Homophobie wirklich?
Dieser Frage müssen wir uns leider aktuell stellen. Zwar bekennt sich der Verein über alle sozialen Kanäle gegen Homophobie und Sexismus, präsentiert sich mit Ideen wie Regenbogensaum beim Auswärtstrikot oder lässt schon mal die verwaschene Regenbogenflagge auf dem Millerntor- Stadiondach gegen eine neue austauschen, doch einige Stellschrauben müssen scheinbar nachgezogen werden, damit dies nicht nur als Lippenbekenntnis erscheint.
Es gibt nämlich ärgerliche Gegenbeispiele. So verschwand z.B. mir-nichts-dir-nichts die Regenbogen- Kapitänsbinde in der Schublade. Auf Nachfrage gab es eine wenig überzeugende Ausrede- und bislang keine Korrektur.

Was uns aktuell verärgert und bei uns auf Unverständnis stößt, ist aber folgender Sachverhalt:
Der 1. FC Kaiserslautern plant zur Unterstützung von Anti- Diskriminierungsorganisationen aus Kaiserslautern am „Tag gegen Homophobie“ eine kleine aber feine Aktion am letzten Spieltag hier am Millerntor:
Die Regenbogen- Schnürsenkel- Aktion aus England soll das Votum des 1.FCK gegen Homophobie öffentlich dokumentieren. Klar, da macht doch unser Verein mit …… dachte sich das Aktionsbündnis.

Tja, nicht bedacht hatten wir, dass es ja leider noch um richtig viel geht, an diesem 34. Spieltag: Der Gewinn der „Goldenen Ananas“ ist noch möglich! Und in einer solchen „heißen“ Phase den Spielern die Konzentration auf das Spiel durch Regenbogenfarbene Schnürsenkel rauben? Nicht mit der Mannschaftsleitung! Unsere Anfrage wurde auch beim zweiten Mal abgelehnt.
Diese kleine aber feine Aktion gemeinsam mit einem Verein, der nicht unbedingt als Vorreiter für Anti- Diskriminierungsarbeit im Fußball bekannt ist, wäre nicht nur ein schöner Schulterschluss sondern auch ein netter Abschluss einer beachtenswert schönen Zweitliga- Saison gewesen?!
Die grundsätzliche Aussage:“ die Mannschaft wird sich an Spieltagen nicht mehr an Aktionen beteiligen“ darf so nicht unwidersprochen stehenbleiben.
Ginge es um Auf- oder Abstieg, Konkurs- oder andere mögliche Probleme rund um den FC St. Pauli- das Aktionsbündnis wäre nie auf die Idee gekommen, den Verein zu bitten, die Mannschaft für diese gesellschafts-politische Aussage zu „missbrauchen“.
Aktionen ohne die Mannschaft erreichen maximal die zuschauer, die am Millerntor vor Ort sind. Eine Aktion mit der Mannschaft hat immer auch ein medienwirksames Echo- was der Vereinsführung ja sonst auch genehm ist.
So bleibt eine Gruppe engagierter Menschen enttäuscht und frustriert zurück, denn plötzlich ist es gar nicht mehr eine so beachtenswert schöne Zweitliga- Saison gewesen.